Dammheim – einst und heute

Die Entstehung des Ortsnamens Dammheim ist relativ einfach zu erklären. Die ersten Häuser der Siedlung dürften auf einem Damm der sumpfigen Queichniederung gebaut worden sein. Die pfälzische Form, also Dammm, mit drei oder mehr –m-, drückt die Herkunft ebenfalls deutlich aus. Doch bevor es eine Siedlung mit Namen gab, lebten bereits Menschen hier. Sie hinterließen freilich keine schriftlichen Notizen, von ihnen sind lediglich so genannte Siedlungsspuren erhalten. Im Dorf selbst gibt es keine Fundstellen, aber an den beiden Autobahnauffahrten und am Schleidgraben lassen sich Reste aus der jüngeren Steinzeit nachweisen. Diese Funde wurden bei Bauarbeiten gemacht, d. h. sie sind keine Ergebnisse systematischer Suche. Wir können also davon ausgehen, dass sich unter der Erde noch einiges verbirgt.

Die Erklärung des Ortsnamens ist dennoch unklar: Ob sich  'Damm' von einem hier errichteten Damm gegen das Hochwasser der nahen Queich ('Heim am Damm') ableitet oder gar von Damen, nämlich 'Stiftsdamen' des Klosters Eußerthal. Dagegen steht außer jedem gelinden Zweifel: Dammheim, dessen Nachsilbe „heim“ auf eine fränkische Besiedlung hindeutet, ist auf jeden Fall älter als die Stadt Landau.  Eine Marienkirche zu 'Dameheim' wird 1261 erstmals erwähnt. 1278 haben wir mit Sigulo von Dammheim, der als Zeuge auftritt, den Nachweis eines Ortsadels.

Die erste urkundliche Nennung des Dorfes finden wir in einer Urkunde aus dem Jahre 960. Der Ritter Rudolf von Zeiskam tauscht mit dem Bischof Gottfried I. von Speyer einen Morgen Wingert in Dammheim. Um diese Zeit gründete Kaiser Otto der Große das „heilige römische Reich deutscher Nation“. Dammheim war damals ein „kaiserlicher Dinghof“. Es bliebe zu klären, ob dieser Dinghof das Dorf selbst war, oder ob er in oder bei demselben lag. Die Keimzelle des Ortes dürfte etwa in der Gegend der heutigen Schmiedstraße zu suchen sein. Zwei Dinge sind an dieser Urkunde bemerkenswert: einerseits ist für diese frühe Zeit schon belegt, dass hier in der Gemarkung Weinbau betrieben wurde und andererseits sieht man schon an dem frühen Datum, das Dorf ist wesentlich älter als die Stadt Landau. Wie zufällig solche frühen urkundlichen Erwähnungen sind, merkt man daran, dass oft Jahrzehnte oder Jahrhunderte vergehen, bis ein Dorf wieder genannt ist. So ist es auch mit Dammheim. Erst ab der Mitte des 13. Jahrhunderts taucht Dammheim wieder in den Quellen auf. 1240 tauscht ein Ritter von Erlenkeim seine in der Dammheimer Gemarkung gelegenen Güter an das Kloster Eußerthal gegen dessen Weinberge in Kallstadt. Nicht nur das Kloster Eußerthal, auch das Kloster Hornbach hatte im Mittelalter Landbesitz in Dammheim. Am 21. Dezember 1237 wird bereits der Hof zu Dammheim als Eigentum des Klosters Hornbach urkundlich erwähnt. 1246 und 1296 verkauften viele Ritter in der Landauer Gegend das ihnen durch den Tod des „Volker von Damheym“ zugefallene Erbe an den Abt des Klosters Hornbach. Dass eine Ritterfamilie den Ortsnamen angenommen hatte, wie es damals üblich war, beweist eine Urkunde aus dem Jahre 1273, in der neben Friedrich von Nußdorf auch Sigula von Dammheim als Zeuge genannt wird. Aufgrund seines bedeutenden Besitzes in Dammheim wollte das Kloster Eußerthal die Einwohner des Ortes zu Frondiensten heranziehen und Steuern und Zehnten erheben. Das Urteil des kaiserlichen Landgerichts vom Jahre 1278 wies aber dieses Begehren zurück mit der Begründung: Die Dörfler in Dammheim sind nur Beständer, keineswegs aber Untertanen des Klosters.

Der Nachfolger des Kaisers Rudolf von Habsburg, Kaiser Adolf von Nassau, hat weiteren Ansprüchen des Klosters Eußerthal Einhalt geboten, indem er 1292 entschied, dass Dammheim „samt allem Zubehör an Leuten, Äckern und Wiesen, Wald und Weinbergen zu Landau gehören soll. Mit der Reichsstadt Landau blieb Dammheim politisch verbunden, bis es 1816, nach dem Wiener Kongress, dem bayerischen Staat einverleibt wurde. Ein halbes Jahrtausend blieb die Gemeinde Dammheim, wie die seiner Nachbardörfer Queichheim und Nußdorf, mit dem Schicksal der Stadt Landau eng verknüpft.

Dammheim muss im Mittelalter auch Wald besessen haben. Dies geht aus einer Schenkungsurkunde der Witwe Munichover aus dem Jahre 1315 hervor, in der sie unter anderem dem Kloster Eußerthal zwei „Holzrechte“ im Dammheimer Wald vermachte. Wohin ist der Wald gekommen? Diese Frage lässt sich urkundlich nicht klären.

Dammheim war schon vor der Reformation Pfarrort. Seit 1560 bestand eine lutherische Pfarrei, die zeitweise von Landau aus versehen wurde. Von 1793 bis 1900 gehörte Dammheim zur Pfarrei Nussdorf.

Eigentümer des Dorfes war jedoch der Kaiser. Diese politischen Verhältnisse hatten bis zum Jahre 1292 Bestand. Von diesem Jahr an und nicht erst mit der Eingemeindung im Jahre 1972 beginnt die enge Verbindung zwischen Dammheim und Landau. Es wurde ja bereits erwähnt, dass Landau jünger war als die umliegenden Dörfer.

Der Markt im Dorf Mühlhausen, das den Speyerer Domherren gehörte, verlor mehr und mehr an Attraktivität, sehr zum Unwillen der Speyerer. Sie versuchten mit Prozessen gegen die Stadt Landau uns ständigen Beschwerden beim Kaiser ihre bisherigen Gewinne aus diesem Markt zu sichern. Adolf von Nassau hat dann am 15. November 1292 diesen Streitereien ein Ende gesetzt. Er bestätigte das Stadt- und Marktrecht für Landau, das den Speyerer Domherren allerdings als Entschädigung für den verlorenen Mühlhäuser Markt eine jährliche Entschädigung zu zahlen hatte. Gleichzeitig erhielt Landau zum Ausgleich das königliche Hofgut in Dammheim, womit wir wieder bei unserem Thema wären.

Von diesem Zeitpunkt an gehörte das Dorf bis zum Jahre 1792 zur Stadt Landau und war somit mit  deren Geschichte eng verbunden.

Wenn sich manche Dammheimer heute über die Eingemeindung von 1972, für die immerhin 92 % gestimmt hatten, und damit verbundenen Rechtsverluste beklagen, sollten sie daran denken, dass ihre Vorfahren den Rat von Landau als ihren obersten Vogt, Grund- und Gerichtsherrn anerkannten, dem das Recht zustand, „mit Schwert und Strang zu richten“. Strafgelder sollten so verteilt werden, dass dem Rat von Landau davon 2/3, dem Schultheißen und den Schöffen von Dammheim 1/3 zufielen. An Abgaben hatte jeder Grundbesitzer im Dorf jährlich einen Schilling Heller, das waren etwa vier Kreuzer und ein Fastnachtshuhn zu entrichten.

Ernährungsgrundlage bildete natürlich die Landwirtschaft und hier weniger der Weinbau als vielmehr Ackerbau und Viehhaltung.

Für das Vieh benötigte man Weideflächen da man bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts noch keine Stallfütterung kannte. Von alters her hatten die Dammheimer ihren Weidgang auf dem Horst. In seinen Grenzen war dieses Gebiet nicht genau festgelegt, und so blieb es nicht aus, dass es um die Weiderechte Streit zwischen der Stadt Landau und Dammheim gab.

So wichtig war der Prozess, der dann ab 1495 geführt wurde, dass sich die beiden Parteien sogar an das Reichskammergericht und an Kaiser Maximilian I. wandten. Der Kaiser forderte die Kläger zur gütlichen Einigung auf, die auch schließlich im Jahre 1508 zustande kam. Danach verzichteten die Dammheimer auf ihr Weiderecht und der Landauer Rat verpflichtete sich, auf dem Horst einen bestimmten Bereich mit Stecken abzugrenzen. Innerhalb dieses Geheges durften die Dorfbewohner ihr Vieh weiden lassen, „damit sie sich mit ihren Kindern um so besser ernähren mögen.“ Die Viehhaltung war bis zum Ende des letzten Jahrhunderts außerordentlich wichtig. Die Klagen der Gemeinde im Jahre 1870, als 22 Stück Rindvieh wegen der grassierenden Rinderpest notgeschlachtet werden mussten, zeigen deutlich, wie dringend notwendig die Tierhaltung für die Milch- und Fleischproduktion war.

Bekannt ist auch die Teilnahme von Dammheimer Bürgern am südpfälzischen Bauernkrieg, der bekanntermaßen am 23. April 1525, auf der Kirchweih in Nussdorf begann. Die Niederlage der Bauern in der Schlacht von Pfeddersheim Ende Juni war verheerend. Abgesehen davon, dass viele Aufständische ihr Leben verloren, hatten die einzelnen Dörfer hohe Geldbußen zu zahlen.

Die Dammheimer, die offenbar gegen ihren Schultheißen rebelliert hatten, mussten ihm „Karch und Pferd“ bezahlen und dem Pfarrer „das Seinige und was sie ihm zerbrochen hatten in bestimmter Zeit“ wieder ersetzen. Es ist anzunehmen, dass es sich hier noch um einen katholischen Pfarrer gehandelt hat. Im benachbarten Landau predigte um diese Zeit bereits der Pfarrer Bader die neue reformatorische Lehre, aber für Dammheim haben wir erst für das Jahr 1560 sichere Nachricht von einem protestantischen Geistlichen. Wie so viele seiner Nachfolger war auch er Schulmeister in Landau.

Der nächste bedeutende geschichtliche Einschnitt war der Dreißigjährige Krieg, in dem Dammheim keineswegs eine Insel der Seligen darstelle. Zerstört und ausgeplündert hat das Dorf das Kriegsende erlebt und konnte sich auch in den folgenden Jahren nicht erholen.

Wie Landau, so hat auch Dammheim im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges siebenmal den Besitzer gewechselt. Ähnlich schlimm wie den anderen Orten im Umland der Festung Landau erging es auch Dammheim in den folgenden Jahrhunderten.

„Wegen Unsicherheit und Kriegsgefahr“, heißt es im Kirchenbuch zwischen 1673 und 1679, mussten die Dammheimer Täuflinge in dem befestigten Landau getauft werden.

1689, in dem Jahr der Zerstörung der Pfalz durch die Truppen Ludwigs XIV. hatte sich sogar die gesamte Gemeinde nach Landau „wegen großer Kriegsunruhe geflüchtet.“ Das war im Mai und wenige Wochen zuvor war es wohl im Dorf selbst zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen.

Am Ostermontag starb Hans Georg Schattner, „der 6 Tag vorher von einem Soldaten mit zwei Kugeln durch den rechten Fuß gefehrlich geschossen, armselig gefällt und auf den Tod verwundet worden, hat mehr nicht erlebt als 23 und ein halb Jahr.“ So lautet der lapidare Eintrag im protestantischen Totenregister und der Text lässt in etwa ahnen, wie es in den Dörfern um diese Zeit zuging.

Im Jahre 1757 erschien zum ersten Mal das eigene Gerichtssiegel mit der schwarzen Flurmarke auf silbernem Untergrund. Die Farben Schwarz auf Silber sind auch die rechtmäßigen Farben der Stadt Landau und zeigen die Jahrhunderte lange Verbundenheit Dammheims mit Landau.

Im Siebziger Krieg mussten fast 2000 Gulden, also fast die Hälfte der normalen Jahresausgaben, von der Gemeinde für Spanndienste und Quartierleistungen an thüringische und preußische Truppen bezahlt werden. Die Ausgaben für ein Friedensfest am Ende des Krieges und für eine Siegeslinde, die man bei der Gärtnerei Kern am Schänzel gekauft hatte, nahmen sich dagegen bescheiden aus. Wir wollen hier nicht alle Kriege aufzählen, die die Gemeinde erlebt hat. Aber an die Französische Revolution sollte doch erinnert werden. Denn in diesen Jahren gab es nicht nur Krieg, sondern auch wichtige politische und soziale Veränderungen.

Alle kirchlichen und adligen Güter wurden nationalisiert und an Private weiterverkauft. Hier in Dammheim waren es Güter des ehemaligen Klosters Eußerthal, Ländereien des Hospitals von Landau und des Domkapitels von Speyer. Als Käufer traten damals neben reichen Landauer Bürgern auch Einheimische auf, deren Familiennamen auch heute noch bekannt sind: z. B. Geissert, Kern, Messerschmidt, Dreher oder Jäger. Damals wurde 65 % der gesamten Dorfgemarkung innerhalb eines Jahres privatisiert. Die französische Revolution stellte einen Einschnitt im Dorfleben dar. Aus Pächtern und Abhängigen wurden selbstständige Bauern und die großen Güterkomplexe wurden nach und nach zerstückelt.

Freilich war diese Güteraufteilung nicht der Garant für ein wirtschaftliches Aufblühen der Gemeinde. Auch Dammheim wurde von Rezession in der Mitte des letzten Jahrhunderts betroffen. Daran wird auch kaum der von der Regierung befohlene Ankauf einer Schrift etwas geändert haben, die den Titel trug: „Die Abwendung der Noth unter den ärmeren Classen betreffend.“

Nach dem 1. Pariser Frieden kam im Jahre 1814 Dammheim zum bayerisch-österreichisch verwalteten Kanton Edenkoben, 1816 wurde der Ort wieder dem bayerischen Kanton Landau eingegliedert.

An den Aufständen des Revolutionsjahres 1848 müssen die Dammheimer auch beteiligt gewesen sein, denn es wurden in diesem Jahr sehr viele kirchliche und weltliche Gedächtnisfeiern abgehalten, was auf eine freiheitlich-demokratische Gesinnung der Bevölkerung jener Zeit schließen lässt.

In den Kriegen 1866 gegen Österreich und 1870/71 gegen Frankreich fochten auch Dammheimer Bürger mit. Im Innern der hiesigen Kirche befand sich jahrelang eine Inschrift mit den Namen dreier Männer, die aus dem deutsch-französischen Krieg nicht mehr heimkehrten. Am 12. März 1871 wurde jene Friedenslinde gepflanzt, die heute noch den Kirchenvorplatz ziert.

An der Bevölkerungszahl hat sich über Jahrzehnte hinweg nichts geändert, sie blieb mehr oder weniger bei 500 Einwohnern. Geändert hat sich allerdings die berufliche Zusammensetzung innerhalb des Dorfes.

Zu den reinen Landwirten kam Ende des letzten Jahrhunderts noch eine Vielzahl von Gewerbebetrieben hinzu. Mehrere Gastwirtschaften gab es natürlich sowieso, aber Schneider, Stickerinnen, Näherinnen, einen Frisör, Schumacher, Küfer, Bäcker, Metzger, Schlosser, Wagner usw.; all diese Berufe deuten darauf hin, dass hier noch eine intakte Dorfstruktur bestand. Diese Vielfalt von Berufen lässt sich im Übrigen noch bis in die Mitte unseres Jahrhunderts nachweisen. Man darf aber von dieser Vielfalt nicht auf ein besonders offenes Dorf schließen. Von außen kamen über lange Zeit hinweg wenig neue Einflüsse. Neubürger kamen höchstens aus dem näheren Umkreis, aus Bornheim, Essingen, Nussdorf oder Landau. Und auch für technische Neuerungen war man im Dorf nicht unbedingt aufgeschlossen.

Jahrelang hatte sich die Gemeinde gegen die von der Regierung geplante Straßenbeleuchtung gesperrt. Schließlich im Jahre 1881, stimmte man der Errichtung von 4 Laternen zu, wobei man glaubte, eine Laterne genüge für die gesamte Staatsstraße, da die Wohnzimmerbeleuchtungen abends vollkommen ausreichten.

Im Ersten Weltkrieg blieb unser Dorf zwar von Kampfhandlungen verschont, musste aber öfters Truppeneinquartierungen und Besatzungstruppen aufnehmen. Am 1. Juli 1919 verließen bereits die letzten französischen Besatzungssoldaten den Ort. 22 Gefallene hatte Dammheim im Ersten Weltkrieg zu beklagen.

Der Zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 ließ noch in den letzten Kriegstagen seine Spuren im Ort zurück. Am 23. März 1945 erhielt die Kirche einen Artillerievolltreffer, der das Kirchendach durchschlug und das Gestühl zersplitterte. Zahlreiche andere Häuser wurden ebenfalls getroffen. 37 Männer und Frauen unserer Gemeinde hatte der Zweite Weltkrieg  als Opfer gefordert. Die ersten Nachkriegsjahre waren auch hier gezeichnet von Not,  Hunger und Entbehrung. Flüchtlingsströme aus dem Osten, Wohnungsnot, Trümmer und Schuttbeseitigung, Hoffen und Bangen um die Angehörigen.

Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung nach dem Kriege hielt auch in Dammheim seinen Einzug. 1955 konnten die Kriegsschäden am Gotteshaus beseitigt werden. Auch in dieser Zeitspanne bekam unsere Kirche ein neues Geläut. Drei Glocken hängen nun auf dem Turm.

Anfang der 50er Jahre wurde die Wasserleitung verlegt, was ein segensreiches Ereignis für ganz Dammheim war.

Im Jahr 1955 hat Dammheim Schlagzeilen geliefert: „Das erste Öl der Pfalz aus Dammheims Boden“. 15 bis 20 Bohrstellen auf Dammheimer Gemarkungsbereich waren fündig.

1962 konnte der Sportplatz an der Bornheimer Straße (Gewanne Zwölfmorgen) gebaut und seinen Bestimmungen übergeben werden. Bereits ein Jahr später, 1963, wurde auf dem gleichen Gelände die Schulturnhalle gebaut und in Betrieb genommen. Ein lang ersehnter Wunsch ging in Erfüllung. Die Jugend konnte sich sportlich betätigen und kulturelle und sportliche Veranstaltungen konnten durchgeführt werden.

300 Meter östlich zwischen den früheren selbständigen Gemeinden Bornheim und Dammheim entstand die Verbandsschule, die erste im früheren Landkreis Landau. Sie wurde im April 1964 eingeweiht und hat die räumlichen und pädagogischen Verhältnisse wesentlich verbessert (siehe Bericht Schule auf Seite ???)

Ein in die Selbstverwaltung eingreifendes Ereignis war 1972/1973 die Verwaltungsreform 1. und 2. Stufe. Für die Dammheimer gab es zwei Alternativen…. (Einzelheiten dazu auf Seite ??? - Eingemeindung).

In diesem Jahr wurde auch die Ortskanalisation verwirklicht und die Ortsstraßen ausgebaut.

Dammheim hat in den letzten Jahrzehnten einen beträchtlichen strukturellen Wandel durchgemacht. Auf landwirtschaftlichem Gebiet vollzog sich eine Umstellung auf Weinbau mit Bevorzugung des Qualitätsgedankens. Anfang der 80er Jahre waren von den rund 300 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche 90 ha als Weinberge angelegt. 13 Winzer-Vollerwerbsbetriebe vermarkteten den Rebensaft der „Dammheimer Höhe“, wovon etwa die Hälfte ihn als Flaschenwein verkaufte. Mit der zunehmenden Bedeutung des Weinbaus wird seit 1974 eine „Weinkerwe“ durchgeführt, an der sich die Vereine und die Winzerbetriebe beteiligen. Heute teilen sich noch vier Weingüter die Rebflächen.

Der Bahnübergang stellte Ende der 80er Jahre eine Gefahrenquelle dar, es passierten  zu diesem Zeitpunkt etwa 200 Fahrzeuge pro Stunde den Übergang, 60 mal am Tag musste die Bahnschranke wegen des Zugverkehrs geschlossen werden. Der erste Spatenstich für den Bau einer Eisenbahnunterführung am Bahnübergang in Dammheim wurde am 23.09.1987 vollzogen. Es begannen die Arbeiten im Auftrag der Deutschen Bundesbahn zu der Brücke, auf welcher die Schienen verlaufen. Der Bahnübergang war zwei Jahre später verschwunden.

Etwa zweieinhalb Millionen Mark verschlang dieses Projekt. 

Am östlichen Ortsrand entstand 1970 das große Neubaugebiet „In den zwölf Morgen“, zehn Jahre später wurde es nach Norden erweitert. 

Im Mai 1998 wurde ein weiteres Neubaugebiet  südlich des Sportplatzes in den Gewannen „Obere Faulerde“ und „Untere Faulerde“ mit etwa 90 Bauplätzen ausgewiesen.

Dadurch ist Dammheim erheblich gewachsen. Die Einwohnerzahl liegt zum 31.12.2016 bei 1.080.

Dammheim hat einen Kindergarten und eine Grundschule – gemeinsam mit Bornheim – sowie eine Schulturn- und Sporthalle, die zugleich als Dorfgemeinschaftshaus dient und 2009 saniert und um drei Räume erweitert wurde, einen Sportplatz und einen Kinderspielplatz, eine Gaststätte und mehrere Gewerbetreibende.

 


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